Substantiv  

Ein Blog über die Sprachen


                    Claudia Maria Riehl ist davon überzeugt, dass polyglotte Schüler besser lernen                 

                                                                                                                                                                                                                                                              

Interview Von Marco Wedig

Der Schlüssel zur Bildung ist die Sprache. Claudia Maria Riehl, Professorin an der Ludwig-Maximilian-Universität München, ist eine der profiliertesten deutschen Sprachwissenschaftlerinnen. Sie weiß, wie wichtig Deutschunterricht für Schüler mit Migrationshintergrund ist. Sie plädiert aber dafür, auch die Muttersprachen im Unterricht zu berücksichtigen.

                                                           

SZ: In München gibt es immer mehr Menschen, die mehrsprachig aufwachsen. Welche Vorteile bringt das?

Claudia Maria Riehl: Mehrsprachige Menschen haben unter anderem eine höhere geistige Flexibilität. Das hängt damit zusammen, dass unterschiedliche Sprachen die Wirklichkeit unterschiedlich perspektivieren. Wenn ich zum Beispiel ausdrücken will, dass jemand mürrisch dreinschaut, sage ich: "Du siehst aus wie drei Tage Regenwetter". Auf Türkisch würde es heißen: "Sind deine Schiffe im Schwarzen Meer untergegangen?" Hierin spiegeln sich also unterschiedliche Aspekte der außersprachlichen Wirklichkeit. Zudem besitzen Mehrsprachige ein größeres Sprachrepertoire, was das Erlernen von weiteren Sprachen erleichtert, und sie verfügen über eine höhere interkulturelle Kompetenz.

                                                           

Lässt sich dieser Vorteil auch bemessen?

Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass die graue Materie in einer bestimmten Hirnregion bei Menschen, die mehr als eine Sprache beherrschen, verdichtet ist. Bei ihnen ist die sogenannte exekutive Kontrolle im Gehirn stärker ausgebildet, da sie die Fähigkeit besitzen, zwischen diesen Sprachen hin- und herzuschalten. Wird eine Sprache verwendet, muss die andere unterdrückt werden. Dies fördert die kognitiven Kontrollfunktionen, die auch auf andere Gebiete übertragen werden können.

                                                           

Gilt das nur für junge Menschen oder auch für Erwachsene?

Der größte Zuwachs an grauer Materie ist tatsächlich bei Kindern zu beobachten. Je früher man eine Sprache lernt, desto besser. Zu den kognitiven Auswirkungen von Sprachlernprozessen bei Erwachsenen wurde noch nicht allzu viel geforscht, doch zeigt sich auch hier eine positive Auswirkung bei der Aufmerksamkeitskontrolle.

                                                                                 

Welchen Einfluss hat die Muttersprache auf den Spracherwerb des Deutschen?

Die Kinder, die schon in ihrer Muttersprache lesen und schreiben gelernt haben, haben gelernt einen zusammenhängenden Text, zu schreiben. Sie wissen, wie eine Erzählung aufgebaut ist, wie man Spannung erzeugt und kennen sprachliche Mittel wie die direkte Rede. Auf diesem Wissen lässt sich aufbauen. Auch wenn das Deutsche zum Beispiel nicht mit dem Arabischen verwandt ist, lässt sich auf der Ebene der Textkompetenzen und kommunikativen Kompetenzen einiges übertragen.

                                                           

In Bayern wurde der muttersprachliche Ergänzungsunterricht schrittweise abgeschafft zugunsten einer konzentrierten Deutschförderung - ein Fehler?

Ja. Wir müssen dieses Schubladendenken überwinden, diese Ideologie, die Sprachen als abgeschlossene Systeme betrachtet. Jede Förderung einer Sprachkompetenz fördert die Gesamtsprachkompetenz. Kinder, die ihre Muttersprache gut beherrschen, sind auch in der deutschen Sprache besser. . Zudem kann man im muttersprachlichen Ergänzungsunterricht besser auf spezifische Bedürfnisse eingehen.






Was ist Superfood? Das sind eigentlich Lebensmittel, die besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden sind, die sogar, so eine Definition des Europäischen Informationszentrums für Lebensmittel, »einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben«. Superfood ist ein Megatrend. Es gibt es auch in Pillenform mit Namen wie »Detox« oder »Immun«, und neulich stellte in der Vox-Show »Höhle des Löwen« ein Hamburger ein neues pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel namens »Veluvia« vor. So überzeugend, dass sich gleich mehrere anwesende Geldgeber am Geschäft mit den Pillen beteiligen wollten. Den Zuschlag bekamen der weithin bekannte Investor Carsten Maschmeyer und der Verkaufsexperte Ralf Dümmel. Und schon während der Sendung ging die Nachfrage nach Veluvia durch die Decke.
 
Nun fragt sich die Verbraucherzentrale Hamburg, warum Superfood in Pillenform gerade so gehypt werde, »denn die Versprechungen sind vage und wissenschaftlich nicht belegt«. Bei Veluvia etwa würden »alle Register zur Vermarktung eines Wundermittels gezogen«, schreiben die Verbraucherschützer auf ihrer Seite. »Rechtlich wenig angreifbar wird der Gründer in Berichten beispielsweise mit den Worten zitiert: ›Leute, die mich von vor drei oder vier Jahren kennen, sagen, ich sehe zehn Jahre jünger aus.‹ Und angesichts eines Werbespruchs von Veluvia – »Hast Du heute schon genug Obst & Gemüse gegessen?« – haben sich die Experten gleich mal das Produkt Veluvia »Green« angesehen, eine Mischung aus 14 Obst- und Gemüse-Pulvern und -Extrakten sowie Grüntee-Extrakt; sogar bio.  
 
Ihr Fazit: Die Inhaltsstoffe ersetzen keineswegs eine ausgewogene Ernährung. Ganz im Gegenteil: Rechne man anhand der empfohlenen Tagesdosis der Pillen etwa die in den Packungen enthaltenen Mengen an Erdbeer- und Brokkoli-Pulver um, könne das – »grob über den Daumen gepeilt« – »höchstens einem Drittel einer frischen Erdbeere und einem kleinen Einzelröschen Brokkoli pro Monat (!) entsprechen«.

Die »Mikromengen«, so die Verbraucherschützer, »sind ein Hohn«: »Selbst wenn man davon ausgeht, dass das Pulver konzentrierter ist als frisches Obst, sind die Mengen in den Kapseln marginal – dafür sind sie mit 118,70 Euro pro 100 Gramm schön teuer.«

Dem »Hamburger Abendblatt« sagte der Hersteller Veluvia dazu, man entziehe den Obst- und Gemüsesorten schonend und im Schockfrostverfahren unter null Grad das Wasser. »Dadurch reduziert sich das Gewicht um 90 bis 98 Prozent je nach Sorte«, zitiert das »Abendblatt« die Veluvia-Geschäftsführerin Beatrice De Francesco. Teilweise würden »die Gemüsesorten noch weiter konzentriert, das heißt von unnötigen Bestandteilen befreit«. Es komme aber nicht auf die Menge an, sagt sie noch, »sondern auf den Nährstoffgehalt«.


Jeder fünfte Mensch mit Migrationshintergrund hat Abitur     

                                             

Personen mit Migrationshintergrund haben genauso oft Abitur wie Menschen ohne Migrationsgeschichte. Betrachtet man auch andere Schulabschlüsse, ändert sich das Bild.              Von    Imre Balzer

Bis zur Bundestagswahl finden Sie auf ZEIT ONLINE werktäglich eine Zahl des Tages. Sie zeigt einen kleinen Ausschnitt aus Deutschland und erzählt eine kleine Geschichte über die Verfasstheit des Landes, seine gesellschaftlichen und politischen Zustände.Der Anteil der Abiturienten ist unter den Personen mit Migrationshintergrund etwa genauso groß wie der unter denen ohne Migrationshintergrund. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2016. Demnach hatten bis zum Erhebungszeitpunkt 3,7 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund Abitur gemacht, das entspricht 20,21 Prozent. Damit liegt ihr Anteil minimal über dem Anteil bei den Menschen ohne Migrationshintergrund – hier haben 20,17 Prozent den höchsten deutschen Schulabschluss erreicht.             

Deutlich höher als unter den Personen ohne Migrationsgeschichte ist jedoch der Anteil der Menschen ohne Schulabschluss. Er beträgt zehn Prozent und ist damit fünfmal so hoch wie der Anteil unter den Menschen ohne Migrationshintergrund.

Gut jeder fünfte Mensch in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Zu ihnen zählt das Statistische Bundesamt Ausländer, Deutsche, die nach Deutschland zugewandert sind (zum Beispiel Spätaussiedler), und Deutsche, bei denen mindestens ein Elternteil nach Deutschland eingewandert sind.


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Zweisprachigkeit verzögert Symptome von Demenz

Zweisprachige Menschen sind besser gegen den geistigen Abbau bei Alzheimer und anderen Demenzen gewappnet. Ihr Gehirn hat durch den jahrelangen Gebrauch zweier Sprachen eine Art geistiger Reserve entwickelt, wie kanadische und US-amerikanische Forscher herausgefunden haben. Gehirnregionen, die für Sprache, aber auch für das Gedächtnis und andere geistige Leistungen wichtig sind, seien bei Zweisprachigen aktiver und besser verknüpft.

Dadurch könnten die Schäden durch Demenz länger ausgeglichen werden. Im Durchschnitt dauere es drei bis vier Jahre länger, bis Symptome aufträten, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Trends in Cognitive Sciences". (doi:10.1016/j.tics.2012.03.001)

"Es ist nicht überraschend, dass intensive und jahrelange Übung einer Sprache ihre Spuren in unserem Geist und Gehirn hinterlässt", sagt Erstautorin Ellen Bialystok von der York University im kanadischen Toronto. Die Zweisprachigkeit präge das Gehirn auf einzigartige Weise. Es müsse ständig zwischen zwei Sprachen hin- und herspringen und prüfen, welche Vokabel oder Grammatik gerade gefordert sei. Dieses Umschalten erhöhe die mentale Flexibilität.

Unklar war bisher, welche konkreten Vorteile diese Anpassung des Gehirns an die Zweisprachigkeit vor allem im Alter bringt. Um das zu klären, sichteten Bialystok und ihre Kollegen bisher existierende Studien zum Thema Demenz, aber auch Erkenntnisse zur Zweisprachigkeit und werteten diese zusammenfassend aus.

Die aufschiebende Wirkung der Zweisprachigkeit betreffe vor allem die Symptome – und damit die geistigen Ausfallerscheinungen bei einer Demenz, sagen die Forscher. Denn die für Alzheimer typischen Schäden im Gehirn seien bei zweisprachigen Patienten nicht geringer als bei einsprachigen, das zeigten Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren. Dabei wurden die Gehirne von ein- und zweisprachigen Alzheimerpatienten vergleichend analysiert, die äußerlich die gleichen Symptome und das gleiche Stadium der Demenz erreicht hatten.

      Bei den zweisprachigen Alzheimerpatienten seien sogar deutlich mehr Schäden im Gehirn beobachtet worden als bei den einsprachigen - obwohl ihre Symptome gleich waren. "Das stützt die Idee, dass diese Patienten die Krankheit besser verarbeiten und länger ohne Symptome leben können", schreiben Bialystok und ihre Kollegen. Andere Faktoren wie Intelligenz, Bildungsstand und körperlicher Zustand waren bei allen untersuchten Patienten vergleichbar und seien daher nicht für die Unterschiede verantwortlich.

Reicht Schulfranzösisch schon aus

  

Die Forscher untersuchten auch, wann und wie gut man eine zweite Sprache lernen muss, damit sich der schützende Effekt bemerkbar macht. "Menschen im mittleren Alter möchten natürlich wissen, ob es für sie schon zu spät ist, eine neue Sprache zu lernen oder ob ihr Schulfranzösisch vielleicht auch ausreicht", schreiben Bialystok und ihre Kollegen. Die beste Antwort darauf sei nach jetzigem Wissensstand, dass es umso günstiger sei, je früher und besser man eine Zweitsprache spreche.

Denn frühes, gutes Erlernen einer Sprache verändere die Gehirnfunktionen stärker, als wenn man diese nur unvollkommen beherrsche, sagen die Forscher. Das zeige unter anderem eine Studie an Alzheimerpatienten, die Spanisch und Englisch sprachen. "Bei denjenigen mit einem höheren Grad der Zweisprachigkeit setzten die Symptome erst in höherem Alter ein und auch die Diagnose erfolgte später", schreiben die Forscher.

Quelle: Welt N24



12. Cine Brasil in Hamburg

18.24.03.2017

Metropolis Kino, Kalkhof 7, 20354 Hamburg, www.metropoliskino.de

Samstag, 18.03.
19:00 Eröffungsfilm
Nise: O Coração da Loucura
(Nise- das Herz des Wahnsinns)
Brasilien 2015, R: Roberto Berliner, Mit: Fabrício Boliveira, Roberta Rodigues, Augusto Madeira, Simone Mazzer, Zé Carlos Machado u.a., 120 Min. OmdeutschU

Sonntag, 19.03.
19:00 O Último Cine Drive-In
(Das letzte Drive-In Kino)
Brasilien 2014, R: Iberê Carvalho, Mit: Othon Bastos, Breno Nina, Rita Assemany, Fernanda Rocha u.a., 100 Min. OmenglU

Montag, 20.03.
21:15 O Lobo Atraz da Porta
(Der Wolf hinter der Tür)
Brasilien 2014, R: Fernando Coimbra, Mit: Leandra Leal, Milhem Cortaz, Fabiula Nascimento u.a., 101 Min. OmenglU

Dienstag, 21.03.
17:00 Tudo que Aprendemos Juntos
(Die Violinen von São Paulo)
Brasilien 2015, R: José Eduardo Belmonte, Mit: Lázaro Ramos, Hermes Baroli, Fernanda de Freitas, Sandra Corveloni u.a., 100 Min. OmdeutschU

Mittwoch, 22.03.
17:00 5 x Chico
Brasilien 2015, R: Gustavo Spolidoro, Ana Rieper, Camilo Cavalcante, Eduardo Goldenstein, Eduardo Nunes, 90 Min. OmenglU

Donnerstag, 23.03.
21:15 Vidas Partidas
(Zerbrochene Leben)
Brasilien 2016, R: Marcos Schechtman, Mit: Naura Schneider, Domingos Montagner, Georgina Castro u.a., 90 Min. OmenglU

Freitag, 24.03.
21:15 Tudo que Aprendemos Juntos
(Die Violinen von São Paulo)
Brasilien 2015, R: José Eduardo Belmonte, Mit: Lázaro Ramos, Hermes Baroli, Fernanda de Freitas, Sandra Corveloni u.a., 100 Min. OmdeutschU


Nach Brexit:
Englisch als EU-Sprache schützen!

Erlangen, 04. Juli 2016 – Nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) ruft die DEUTSCHE SPRACHWELT dazu auf, Englisch als EU-Sprache zu schützen und zu erhalten. Aufgrund einer EU-Regelung droht Englisch aus der EU zu verschwinden, weil kein anderes EU-Land für Englisch
den Status einer Amtssprache beantragt hat. Darauf hat vor kurzem die Vorsitzende des Ausschusses für konstitutionelle Fragen hingewiesen, die EU-Abgeordnete Danuta Hübner (EVP).

Auch wenn nur noch rund fünf Millionen EU-Bürger in Irland und Malta Englisch als Muttersprache sprechen, so hätten diese ein Recht darauf, Informationen in ihrer Sprache zu erhalten, meint die DEUTSCHE SPRACHWELT.
Das Besondere an Europa sei die Sprachenvielfalt. Diese gelte es zu achten und zu erhalten. Unbestritten müsse es nun mit der einseitigen Bevorzugung des Englischen durch die EU-Kommission vorbei sein. Französisch und Deutsch
werden als Arbeitssprachen durch den Rückzug Großbritanniens gestärkt. Das dürfe jedoch nicht dazu führen, auf Englisch völlig zu verzichten. Daher sei ein Schutz des Englischen als Minderheitensprache geboten. Die DEUTSCHE
SPRACHWELT spricht sich also dafür aus, Englisch die gleichen Rechte wie den 23 übrigen EU-Amtssprachen zu geben.

http://www.deutsche-sprachwelt.de/beric…/pm-2016-07-04.shtml


            

DaF für Flüchtlinge: Sprache als wichtiger Türöffner

Angesichts rasant gestiegener Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa spielen Kenntnisse in Sprachen der Zielländer für Migranten und Asylsuchende eine zentrale Rolle. Um sich im Alltag zu verständigen oder Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, sind Deutschkenntnisse hierzulande unerlässlich. Sprache gilt als Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Für Lehrende und andere Akteure im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) birgt die aktuelle Situation besondere Herausforderungen.

Die Diskussion beleuchtet unter anderem, wie sprachliche Integration in der Schule und am Arbeitsplatz gelingt und in welcher Form Deutschkenntnisse zielgerichtet für unterschiedliche Zielgruppen innerhalb der Flüchtlinge und Asylsuchenden vermittelt werden kann. Zur Sprache kommen zudem Initiativen zur Sprach- und Leseförderung, Intensivsprachprogramme, die Qualitätssicherung der Angebote, Anforderungen und Fördermöglichkeiten sowie die Funktion moderner Medien für den Lernprozess.

Allein in der EU ist laut Eurobarometer von 50 bis 60 Millionen Menschen auszugehen, die Deutsch als Fremdsprache gelernt haben, viele von ihnen in Polen, Frankreich und Russland. Knapp 6 Millionen von ihnen wurde DaF in Deutschland vermittelt.

 

 

Tipps für Ihr Bewerbungsschreiben          

Ein effektives Bewerbungsschreiben sollte formal einem Geschäftsbrief               entsprechen und drei Fragenkomplexe beantworten.

Wiederholen Sie nicht Ihren Lebenslauf, verweisen Sie darauf: "Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, …".
Gehen Sie näher auf unbedingt relevante Arbeitserfahrungen und Ausbildungsschritte ein: Erklären Sie, warum diese Sie  für die angestrebte Stelle qualifizieren.
Wie schon gesagt, sollte Ihr Bewerbungsschreiben KEINESFALLS länger  als 1 Seite sein.

 

       

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Nächster Termin: 20.–21. November 2015
          Ort: RHWK Friedrichstraße 176–179 , 10117 Berlin–Mitte
          10:00–18:00 Uhr

     

 

Mit Sprachen auf Kurs

Ob Berlin, Paris oder Madrid: Die Welt der Sprachen und des Sprachenlernens ist global und grenzenlos. Sprachkurse und Sprachreisen sind zentrale Lernmethoden, um diese Welt zu erkunden.

„Sprachkurse eignen sich grundsätzlich für Menschen jeder Altersgruppe und alle Zwecke des Sprachenlernens“, weiß Julia Richter, Geschäftsführerin des Fachverbandes Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV). Dies gilt für das berufliche Weiterkommen ebenso wie für eine Bildungsreise nach Florenz oder eine Rundreise in Südamerika.

Zentrales strukturelles Element beim Sprachkurs ist der Lehrende. Bei informelleren Lernformen wie beispielsweise dem Sprachtandem besitzen die Beteiligten oft wenig sprachwissenschaftliche oder didaktische Kenntnisse. Sprachlehrer hingegen sind gut ausgebildete Fachleute.

Sprachkurse lassen sich überall belegen – in der Heimatstadt wie auch im Ausland. Worauf die Wahl fällt, ist unter anderem eine Frage der Zeit und des Geldbeutels.

Sprachkurse in der Heimatstadt finden entweder über einen längeren Zeitraum oder in Form von Intensivkursen statt. Der Vorteil von längeren Sprachkursen ist Spracherwerb praktisch „nebenbei“, also parallel zu Beruf, Freizeit und Familie. Die Kosten sind in der Regel geringer als bei Intensivkursen und zwischen den Unterrichtseinheiten besteht zudem die Möglichkeit, den Lernstoff selbständig zu vertiefen.

Intensivkurse

Doch je nach Lerntyp und -ziel kann auch ein Intensivkurs die richtige Wahl sein. Wer befürchtet, bei langen Intervallen zwischen den Unterrichtsstunden Gelerntes wieder zu vergessen oder nicht die Zeit aufbringt, Lernstoff eigenständig zu wiederholen beziehungsweise ganz bestimmte Themen vertiefen möchte, für den ist ein Intensivkurs genau das Richtige.

Der Vorteil von Intensivkursen im Heimatland ist, dass sie oft am eigenen Wohnort stattfinden und so keine zusätzlichen Übernachtungskosten anfallen. Für eine Sprachreise hingegen spricht, dass Sprachlerner im natürlichen Umfeld in die Sprache eintauchen können. „Vielen Lernenden fällt es leichter, sich für ein, zwei Wochen oder länger in einem Lehrgang vor Ort auf eine Sprache einzulassen“, so Richter. „Der Kopf ist freier für neuen Input als bei Sprachkursen in Deutschland, die oft abends nach dem beruflichen Alltag in einer Sprachschule stattfinden.“ Für den Lernerfolg wichtig: die Gruppengröße. Einzel-, Zweierkurse und Kleingruppen von bis zu sechs Lernenden sind am effektivsten. Beim Üben und Wiederholen von Grammatik, Konversation und Vokabeln sind viele Sprachaktivitäten zu empfehlen.

Bildungsprämie hilft

Es gibt bundesweit eine Vielzahl an Anbietern von Sprachkursen im In- und Ausland. Die Palette reicht von Anfängerkursen über Business-Sprachkurse bis zu branchenspezifischen fachsprachlichen Angeboten. Berufstätige können unter bestimmten Bedingungen zur Mit-Finanzierung von Sprachkursen die Bildungsprämie in Anspruch nehmen. Damit fördert das Bildungsministerium (BMBF) Weiterbildungen, indem es 50 Prozent der Kosten übernimmt, die insgesamt maximal 1000 Euro betragen dürfen. Vorausgesetzt werden ein Mindestalter von 25 Jahren, eine Erwerbstätigkeit von mindestens 15 Stunden pro Woche sowie ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von bis zu 20.000 Euro. Zahlreiche Sprachkurse sind darüber hinaus als Bildungsurlaub anerkannt, auf den Arbeitnehmer in den meisten Bundesländern rechtlichen Anspruch haben.  

Quelle: SprachenNetz 

 

Die kommende Ausstellung im Gang zum Lichthof ist der Portugiesischen Sprache gewidmet. Die 250 Millionen Portugiesisch-Sprecher stellen ca. 3,7 % der Weltbevölkerung dar und besitzen ca. 4% des gesamten Weltreichtums. Die 8 Länder, in denen Portugiesisch gesprochen wird, erstrecken sich über eine Fläche von 10,8 Millionen km², also etwa 7,25% der kontinentalen Erdoberfläche, und sie besitzen alle weit reichende Meeresterritorien. Portugiesisch ist die vierthäufigste gesprochene Sprache der Welt und verzeichnet eine der höchsten Wachstumsraten im Internet, in den sozialen Netzwerken und im Fremdsprachenlernen.

  Die Ausstellung (auf Portugiesisch und Englisch) ist ein Projekt des Camões Instituto da Cooperação e da Língua (Portugal), basierend auf einer Initiative des portugiesischen Abgeordneten Diogo Feio der CDS-PP im Europäischen Parlament im Jahr 2014. Sie wird gezeigt vom Centro de Língua Portuguesa – Camões am Institut für Romanistik der Universität Hamburg in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky (Sondersammelgebiet Spanien,
Portugal
).

Dauer der Ausstellung: 15. April bis 31. Mai 2015
Ort: Gang zum Lichthof

Quelle: http://blog.sub.uni-hamburg.de/?p=17362

 

 

Wie lässt sich eine Fremdsprache am besten erlernen? Eine eindeutige und endgültige Antwort auf diese Frage, die sich ambitionierte Sprachvermittler immer wieder stellen müssen, gibt es nicht. Aber es gibt verschiedene Sprachlernkonzepte, die sich in der Praxis bewährt haben. Eine davon ist die Immersion. Abgeleitet vom lateinischen „immersio“ = Eintauchen bietet sie Sprachlernern natürliche Sprechanlässe in der Zielsprache. Denn im Lernumfeld wird in jeder Situation die Fremdsprache verwendet. Die Immersion folgt den Prinzipien des Mutterspracherwerbs.

IM für Groß und Klein

In Deutschland wird die Immersionsmethode (IM) in der Fremdsprachenvermittlung in allen Altersgruppen eingesetzt. Der mexikanische Sprachlehrer José Antonio Salinas aus Berlin bringt seinen erwachsenen Schülern an einer Sprachschule auf diese Weise Spanisch bei. „Diese Methode sorgt für effektives Lernen“, berichtet Salinas. Wenn Sprachanfänger nicht mehr folgen können, erklärt er ihnen zwischendurch auch Zusammenhänge auf Deutsch.

Die Sprachschule Tascla aus München bietet Intensivkurse für Deutschlerner, die nach der IM funktionieren. „Es ist ein erfolgreiches Modell. In der Regel lernen die Schüler sehr schnell“, erklärt Tascla-Geschäftsführerin Claudia Tasso. Sie kennt sogar IM-Beispiele aus Italien, bei denen die Schüler bei ihren Lehrern wohnen und an deren Familienalltag teilhaben. In Fremdsprachenkursen an deutschen Sprachschulen sei Immersion jedoch keineswegs die Regel.

Intuitive, eigenständige Aneignung

Auch an Schulen und in bilingualen Kitas werden Fremdsprachen per Immersion vermittelt. Der Kieler Anglist und Sprachwissenschaftler Prof. Henning Wode berichtet, dass das immersive Verfahren ein erfolgreiches Konzept der frühen Fremdsprachenvermittlung ist. „Auf diese Weise eignen sich die Kinder eine neue  Sprache ganz intuitiv und eigenständig an“, so Wode.

Optimal sei, die Immersionsmethode in der Schule intensiv fortzuführen – im Idealfall so, dass nur das Fach Deutsch nicht in der Zielsprache unterrichtet wird. Modellversuche in Hamburg und Schleswig-Holstein haben gezeigt, dass „IM-Sprachschüler“, die in der Kita mit der Fremdsprache anfangen, am Ende der 4. Klasse besser sind als Altersgenossen mit herkömmlichem Fremdsprachenunterricht. Auch die Fähigkeiten der IM-Lernenden in der Erstsprache würden laut Wode nicht unter dem Verfahren leiden. Im Gegenteil: „Die Forschung zeigt, dass die Muttersprache dadurch sogar gefördert wird.“

SprachenNetz

 

 

 

Cine Brasil Filmfestival in Hamburg
21-26.03.2015
Kino Metropolis  
Organisation in Hamburg Brasil-Hamburgo e.V.

O SENHOR DO LABIRINTO (Der Herr des Labyrinths) - 21.3. 19:00 Uhr Eröffnung mit Gästen: Regisseur Geraldo Motta ist anwesend

AMOR, PLÁSTICO E BARULHO (Liebe, Plastik und Geräusche) - 22.3. 21:15 Uhr

COLEGAS (Freunde) - 23.3. 19:00 Uhr

UM FILME DE DANÇA (Ein Tanzfilm) - 24.3. 19:00 Uhr

OS POBRES DIABOS (Die armen Teufel) - 25.3. 19:00 Uhr

CIDADE DE DEUS 10 ANOS DEPOIS (City of God, 10 Jahre später) - 26.3. 17:00 Uhr

 

Das Verb sich bedanken  

 

sich bedanken, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt, sich bedanken, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt, sich bedanken, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt, sich bedanken, sich bedanken, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt, sich bedanken, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt, sich bedanken, sich bedanken, sich bedanken, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt, sich bedanken, sich bedanken, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt, sich bedanken, sich bedanken, ich bedanke mich, du bedankst dich, er bedankt sich, wir bedanken uns, ihr bedankt euch, sie bedanken sich, Indikativ Aktiv ich bedankte mich, du bedanktest dich, er bedankte sich, wir bedankten uns, ihr bedanktet euch, sie bedankten sich, Indikativ Aktiv bedanke du dich?, bedanken wir uns?, bedankt ihr euch?, bedanken Sie sich?, Imperativ Aktiv ich bedanke mich, du bedankest dich, er bedanke sich, wir bedanken uns, ihr bedanket euch, sie bedanken sich, Konjunktiv Aktiv ich bedankte mich, du bedanktest dich, er bedankte sich, wir bedankten uns, ihr bedanktet euch, sie bedankten sich, Konjunktiv Aktiv sich bedanken, Infinitiv I Aktiv sich bedankend, Partizip I Aktiv bedankt, Partizip II Aktiv sich bedanken, sich bedanken, ich bedanke mich, du bedankst dich, er bedankt sich, wir bedanken uns, ihr bedankt euch, sie bedanken sich, Indikativ Aktiv ich bedankte mich, du bedanktest dich, er bedankte sich, wir bedankten uns, ihr bedanktet euch, sie bedankten sich, Indikativ Aktiv ich habe mich bedankt, du hast dich bedankt, er hat sich bedankt, wir haben uns bedankt, ihr habt euch bedankt, sie haben sich bedankt, Indikativ Aktiv ich hatte mich bedankt, du hattest dich bedankt, er hatte sich bedankt, wir hatten uns bedankt, ihr hattet euch bedankt, sie hatten sich bedankt, Indikativ Aktiv ich werde mich bedanken, du wirst dich bedanken, er wird sich bedanken, wir werden uns bedanken, ihr werdet euch bedanken, sie werden sich bedanken, Indikativ Aktiv ich werde mich bedankt haben, du wirst dich bedankt haben, er wird sich bedankt haben, wir werden uns bedankt haben, ihr werdet euch bedankt haben, sie werden sich bedankt haben, Indikativ Aktiv sich bedanken, sich bedanken, ich bedanke mich, du bedankest dich, er bedanke sich, wir bedanken uns, ihr bedanket euch, sie bedanken sich, Konjunktiv Aktiv ich bedankte mich, du bedanktest dich, er bedankte sich, wir bedankten uns, ihr bedanktet euch, sie bedankten sich, Konjunktiv Aktiv ich häbe mich bedankt, du häbest dich bedankt, er häbe sich bedankt, wir häben uns bedankt, ihr häbet euch bedankt, sie häben sich bedankt, Konjunktiv Aktiv ich hätte mich bedankt, du hättest dich bedankt, er hätte sich bedankt, wir hätten uns bedankt, ihr hättet euch bedankt, sie hätten sich bedankt, Konjunktiv Aktiv ich werde mich bedanken, du werdest dich bedanken, er werde sich bedanken, wir werden uns bedanken, ihr werdet euch bedanken, sie werden sich bedanken, Konjunktiv Aktiv ich werde mich bedankt haben, du werdest dich bedankt haben, er werde sich bedankt haben, wir werden uns bedankt haben, ihr werdet euch bedankt haben, sie werden sich bedankt haben, Konjunktiv Aktiv sich bedanken, sich bedanken, bedanke du dich?, bedanken wir uns?, bedankt ihr euch?, bedanken Sie sich?, Imperativ Aktiv sich bedanken, sich bedanken, sich bedankend, Partizip I Aktiv bedankt, Partizip II Aktiv sich bedanken, Infinitiv I Aktiv sich zu bedanken, Infinitiv I Aktiv sich bedankt haben, Infinitiv II Aktiv sich bedankt zu haben, Infinitiv II Aktiv bedanken, er bedankt, er bedankte, er hat bedankt, sich bedanken, bedankt sein, er ist bedankt, er war bedankt, er ist bedankt gewesen, er bedankt sich, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt, er bedankt sich, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt, sich bedanken, sich bedanken, sich bedanken, er bedankt sich, er bedankte sich, er hat sich bedankt,  


 


 


 


 

Deutsch als Fremdsprache


 

Warum lernt jemand eine Sprache voller Laute wie „ch“ und „kr“ und mit der ewigen Frage, ob nun „der“, „die“ oder „das“ richtig ist? „Reizvoll an der deutschen Sprache ist für viele Studierende, dass es eine Wissenschafts- und Kultursprache ist”, antwortet Roya Moghaddam. 


 

Quelle: Sprachenetz


 

Das Idiom

 

Das Idiom (von griechisch ἰδίωμα (idíoma) ‚Besonderheit‘, ‚Eigenart‘2 ist die eigentümliche Sprache oder Sprechweise einer regional (Mundart) oder sozial (Soziolekt) abgegrenzten Gruppe[2] oder die Spracheigentümlichkeit eines einzelnen Sprechers (Idiolekt). Nach Eberharts (1910) bezeichnet Idiom „überhaupt jede Spracheigenheit und Spracheigentümlichkeit, dann die Summe dieser Spracheigentümlichkeiten innerhalb einer Sprache, daher dann auch die Volkssprache, die Mundart in ihrer Eigenheit“. Es ist „[...] lediglich ein technischer Ausdruck der Sprachwissenschaft und legt den Nachdruck auf die besonderen Spracheigenheiten der Volkssprache, sowie im allgemeineren Sinne jede eigentümliche selbständige Sprache“.

Quelle: Wikipedia


 

Berufsbild: Übersetzer für Leichte Sprache – Sprache auf ihren Ursprung zurückführen

 

Sprache dient der Verständigung – eigentlich. Die Wirklichkeit zeigt: Mit und durch Sprache entstehen oft Missverständnisse. Manche Textsorten und Bereiche des Berufslebens scheinen sich gar auf Unverständlichkeit spezialisiert zu haben. Mit Wörtern wie „Kontaktareal“ und „Umkarton“ beschreibt ein Pharma-Unternehmen die Wirkung einer Salbe gegen Hautallergien. Und amtsdeutsche Wendungen wie die „technische Realisierbarkeit neuer audiovisueller Kommunikationsmittel“ oder die „Personenvereinzelungsanlage“ bringen Stilverfechter dem Kollaps nahe. Sprache folgt in diesen Beispielen kaum mehr ihrem ursprünglichen Ziel: Klarheit. Die verloren gegangene Verständlichkeit neu zu schaffen, ist hingegen das Ziel der Leichten Sprache und ihrer Fürsprecher.

 

Unverständlichkeit entsteht schneller als Verständlichkeit

 

„Dass ich über die Leichte Sprache viele Menschen erreichen kann, gerade solche Menschen, die  bisher wichtige Informationen nicht verstehen konnten, das treibt mich an,“ sagt Verena Reinhard. 2010 gründete Reinhard in München ihre Agentur mit Namen „Einfach verstehen. Medienwerkstatt für Leichte Sprache“. Für öffentliche Einrichtungen und andere Auftraggeber übersetzt sie Broschüren und Internetseiten in Leichte Sprache. Die Adressaten dieser Texte sind in erster Linie Menschen mit Lernschwierigkeiten. Doch die letzten Jahre haben gezeigt: Auch manche Menschen mit Migrationshintergrund oder an Demenz erkrankte ältere Menschen profitieren von Texten, die in Leichter Sprache vorliegen.

 

Schon während ihres Germanistik- und Philosophie-Studiums interessierte Verena Reinhard sich für eine Frage: „Welche Bedeutung haben unsere Worte und was sagt man wirklich, wenn man etwas sagt?“ Später dann unterrichtete sie bei der Lebenshilfe München Deutsch sowie Grundkenntnisse für die Arbeit mit Computern. Ihre Erfahrungen mit Menschen mit Lernschwierigkeiten haben Verena Reinhard auf einen Weg gebracht, bei dem sie ihr theoretisches Interesse an Sprache unentwegt mit der Praxis in Einklang bringen muss. Unverständlichkeit entsteht buchstäblich schneller, als man denkt. Bei ihren Schulungen zu Leichter Sprache bringt Verena Reinhard die Teilnehmer durch simple Fragen zum Nachdenken: „Verstehe ich eigentlich die Wörter, die ich im Alltag verwende? Frage ich nach, wenn mir nicht klar ist, was jemand meint?“ Deutlich wird durch solche Überlegungen: Der Weg zu Verständlichkeit ist oft der längere.

 

Quelle: SprachenNetz

 

Förderung der deutschen Sprache durch das Auswärtige Amt

 

Wer Deutsch als Fremdsprache erlernen oder seine bereits erlangten Kenntnisse vertiefen möchte, kann mit der Unterstützung des Auswärtigen Amtes (AA) rechnen. Im Moment ist die Gesamtzahl der Deutschlerner rückläufig, sodass das AA gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern  besondere Maßnahmen ergreift und Kampagnen anbietet, um dieser Situation entgegenzutreten.

 

Die Kampagne „Deutsch – Sprache der Ideen“ beispielsweise ist seit zwei Jahren mit verschiedenen Maßnahmen und Events im In- und Ausland unterwegs.  Ziel dabei ist es, globale Bildungspartnerschaften zu erzielen und damit Deutsch als Fremdsprache zu verbreiten. Im besonderen Interesse steht, junge Menschen im Ausland für die deutsche Sprache zu begeistern und ihnen Türen zur deutschen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur zu öffnen. Darüber hinaus sollen Entscheidungsträger in Politik, Bildung, Wirtschaft, Medien im In- und Ausland dazu motiviert werden, die Förderung von Deutsch als Fremdsprache weltweit zu unterstützen.

 

Die Kampagne „Deutsch-Sprache der Ideen“

 

Die verschiedensten Kampagnen und Kooperationspartner des Auswärtigen Amtes zur Förderung der deutschen Sprache unter:  www.auswaertiges-amt.de

 

Zu den Kooperationspartnern der Sprachförderung zählen das Goethe-Institut (GI), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der Pädagogische Austauschdienst (PAD), das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und die Deutsche Welle (DW).

 

Quelle: SprachenNetz 

 

Die spanische Sprache 

 

Von Äquatorialguinea über Panama und Chile bis zur Westsahara: In 23 Ländern ist Spanisch die offizielle Amtssprache. Dass sich die iberoromanische Sprache mit den  Eigenbezeichnungen español [espaˈɲol] und castellano [kasteˈʎano] von Spanien aus rund um den Globus ausbreitete, spiegelt die historische Entwicklung wider: Ab dem 15. Jahrhundert reichte das spanische Kolonialreich von Amerika über Afrika und Asien bis nach Ozeanien.

Heute wird die Weltsprache laut Statistik-Portal statista von 420 Millionen Menschen gesprochen, davon 330 Millionen Muttersprachler (Stand: 2013), die überwiegend aus süd- und mittelamerikanischen Ländern wie Argentinien, Mexiko, Kolumbien oder Peru stammen. Auf dem amerikanischen Kontinent ist Spanisch die häufigste Muttersprache, trotz der Verbreitung des Englischen in Nordamerika. In Spanien selbst leben heute etwa 47 Millionen Muttersprachler.

 

In der heutigen Sprachpraxis finden sich große Unterschiede innerhalb Spaniens. Die andalusische Variante ist bekannt für das Verschlucken fast aller Konsonanten am Ende. „Die Andalusier haben es auch nicht so mit dem Lispeln, an dem man Spanier häufig zu erkennen glaubt. Das vereint Südspanier mit den Lateinamerikanern“, weiß Helga Schneider. „Das starke Lispeln, ähnlich dem englischen ‘th’, trifft man vor allem in Madrid, Aragón und Castilla la Mancha an.“

 

Es gibt zahlreiche länderspezifische Unterschiede im Vokabular. Fährt man auf Kuba am Morgen mit „la guagua“ (dem Bus) zur Arbeit, so bedarf in Chile „la guagua“ (das Baby) der elterlichen Fürsorge. „Interessant ist auch, dass es in Lateinamerika sehr förmlich, geradezu höfisch, zuzugehen scheint“, führt Helga Schneider aus. „Vor allem in Zentral- und Südamerika trifft man statt tú (‘du’) in der 2. Person Singular auf vos (historisch ‘Ihr’), daher wird dieses Phänomen auch ‘voseo’ genannt. Im Plural wird vosotros/as (‘ihr’) zu ustedes (‘Sie’).“ Ein Umstand, der noch an die sprachlichen Gepflogenheiten der Kolonialzeit erinnert.

 

Quelle: SprachenNetz